Dienstag, 9. Februar 2021

Ein Ende eigener Knechtschaft ist erst nach vollständiger innerer Befreiung erreicht

Jeder weiß, dass über Jahrtausende grausame Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen durch die jeweilige Herrschaft geschah.

Doch viel zu selten wird berücksichtigt,
dass dies tiefsitzende Spuren in unserer Kultur,
unseren Traditionen, Glaubenssätzen,
Werten und Denkweisen,
ja in all unseren Prägungen
und somit auch
in jedem selbst hinterlassen hat.
So wird Selbstbeherrschung durch ungezählte Traditionen und Glaubenssätze immer noch für gut geheißen.
Doch wer sich selbst beherrscht, unterdrückt sich auch selbst – und ist somit längst nicht frei.
Viel mehr als äußere Herrschaft hat deshalb die innere Knechtung heutzutage Gewicht –
zumal innere Befreiung auch nicht durch wütende Rebellion nach außen hin vollzogen wird.
Und ohne vollständige innere Befreiung im Sinne tiefgreifender eigener geistiger Klärung ist die eigene Knechtschaft längst nicht vorbei.



Donnerstag, 29. Juni 2017

Was nach dem Tode kommt ...


Wir sollten uns als Individuen (wie auch als Art) nicht so wichtig nehmen – 
und über den eigenen Tod hinaus noch weiter-"leben" wollen ...

Die Welt kommt ohne uns aus!

Leben ist ohne Tod unmöglich ...


Ohne dass es Tod gäbe, wäre das Leben auf der Erde längst an sich selbst erstickt... 
In unzähligen Schichten übereinander wären die unteren erdrückt. 
Und der Tod hätte sich so oder so etabliert...
Wirkliches Leben ist ohne Tod unmöglich!

"Schilffahrrad" - Photographic


Zum Thema Sucht ...

Ich meine, dass nichts per se ein Suchtmittel ist. 

Es kommt immer darauf an, welche Haltung ein Mensch dazu einnimmt. 
Wenn er sich auf irgendetwas fixiert, wovon er sich sein Lebensglück (oder tiefste Befriedigung) erhofft, führt alles, worin er so eingeengt das Lebensglück "sucht", zur SUCHT. 
Entscheidend ist auch nicht, ob es stofflichen Charakter hat und/oder es zu konsumieren ist. 
In dem Maße, wie mensch immer mehr davon will (um endlich die vermeintliche Erfüllung darin zu finden) entsteht Sucht, die unausweichlich zu gravierenden Defiziten in anderen Lebensbereichen führt.
Es gibt Arbeitssucht, Beziehungssucht, Sexsucht, Spielsucht, Lesesucht und auch Denksucht. 
Echtes Lebensglück entsteht dagegen durch die Erfüllung unseres tiefen menschlichen Sehnens auf allen Ebenen und setzt die Fähigkeit voraus, sich selbst sensibel und umfassend zu spüren, um jeden inneren Mangel und seelische Asymmetrien vermeiden, bzw. schnellst- und bestmöglich ausgleichen zu können.

Sonntag, 18. Juni 2017

22 zukunftsträchtige Schritte auf dem geistigen Weg voran


1 Weg vom Blick nach oben, egal ob in politischer oder spirituell-religiöser Richtung – HIN ZU substantieller und kompetenter Selbst- und Mitverantwortung.

2
Weg von Vergangenheitsverklärung – HIN ZU einer ebenso klaren wie zuversichtlichen Zukunftsorientierung.

3
Weg von Angst und Retten-Müssen – HIN ZU achtsamer Gestaltung auf Grundlage der eigenen und gemeinsamen menschlichen Potentiale.

4
Weg von alten (und eigenen) „Wahrheiten“ – HIN ZU einem nicht endenden gemeinsamen Streben nach umfassender Erkenntnis, die sich an der uns allen gemeinsamen Realität orientiert – zu der neben äußeren Faktoren auch die jeweils eigene innere Befindlichkeit zählt. 

5
Weg von der negativen Einschätzung des menschlichen Wesens – HIN ZU einem positiven Menschenbild, welches ein tiefes Zutrauen ins eigene Selbst ermöglicht.

6
Weg von Gehorsam und Moral – HIN ZU reifer Liebesfähigkeit im  bewussten Kontakt mit den eigenen und uns alle verbindenden gemeinsamen emphatisch-sozialen menschlichen Potentialen.

7
Weg von Anpassung durch Bildung und Erziehung  – HIN ZU freier Entfaltung und der Lust, ein positives Vorbild zu bieten.

8
Weg von alten Traditionen und bloßer Toleranz – HIN ZU pro-aktiver konstruktiver Reibung für liebevolle zukunftsträchtige gemeinsame Werte.

9
Weg von der Überhöhung der Kindheit – HIN ZU Bejahung von menschlicher Reifung einschließlich eines anhaltenden gesellschaftlichen Diskurses darüber, was geistige Reife bedeuten könnte.

10
Weg von der Überbewertung von Unterschieden – HIN ZU Bewusstheit hinsichtlich der uns verbindenden elementaren Gemeinsamkeiten.

11
Weg von kindlich-egozentrischer geistiger Enge  – hin zu einem weiten Bewusstsein, das sowohl den tiefen Blick nach innen wie auch die Sicht auf globale und kosmische Zusammenhänge vereint.

12
Weg von Rechthaberei – HIN ZU tiefer Konsensbereitschaft, die eine grundlegende Überprüfung eigener Positionen und eine Zuwachs von geistig-emotionaler Nähe ermöglicht.

13
Weg von Verklärung von Not und Leid –  HIN ZU bewusster Orientierung am tiefen Sehnen nach Lebensglück als lebenslangen inneren Wachstumsimpuls.

14
Weg von Genügsamkeit – HIN ZU Bejahung des eigenen und gemeinsamen tiefen Sehnens nach dem Schönen.

15
Weg vom pubertär-konkurrenten Machtgebaren – HIN ZU liebevollem Miteinander, das auf tiefer Selbstliebe und tatsächlicher Liebesfähigkeit basiert.

16 Weg von männlicher Dominanz – HIN ZU Aufwertung der im Lebenssinne wertvolleren weiblich-mütterlichen Aspekte – samt der Bewusstheit darüber, dass wir allesamt individuelle Mischformen aus männlichen und weiblichen Aspekten sind.

17 Weg vom Missbrauch von Kindern für eigene Zwecke – HIN ZU Bewusstheit über den Wert nachhaltiger eigener Lebensspuren. 

18
Weg von Hektik, Aktivismus und Machen – HIN ZU sensiblem Spüren und achtsamem Reflektieren für nachhaltig wohltuende Entschlüsse.

19 
Weg von reiner Rationalität – HIN ZU Komplettierung des eigenen Ichs durch die bewusste Integration von körperlichen, seelischen und geistigen Impulsen.

20
Weg von krankem Egoismus – HIN ZU reifer Liebesfähigkeit, die auf ein wohltuendes gemeinsames Engagement für die Zukunft des Lebens zielt.

21 
Weg von destruktiven Zukunftsbildern – HIN ZU positiven globalen Visionen.

22 Weg von Lebens-Quantität – HIN ZU Lebens-Qualität, die sich bei liebevoller gegenseitiger Unterstützung am menschlichen Sehnen nach anhaltendem Lebensglück orientiert.

Freitag, 26. Mai 2017

"Miteinander in Freiheit nah – LIEBE LEBEN LEBENSKUNST" / Inhaltsangabe


In diesem Buch über die Grundlagen der Liebe spüre ich auf geistig neuen Wegen den Chancen für dauerhaftes Lebensglück nach.  

Es stellt einen ersten umfangreichen Auszug aus 40 Jahren intensiven Nachdenkens und Forschens dar – und gehört im weiteren Rahmen zu meinem KONSENSZYKLUS, in dem ich mich sehr tiefgreifend mit den geistigen Voraussetzungen für lebensnahe Erkenntnis, Liebe und Frieden im Sinne eines beglückenden freien nahen Miteinanders beschäftige.

Ich biete kreative Philosophie mit vielen neuen Perspektiven und positiven Orientierungen in ungewohnter, leicht verständlicher und ansprechender Form. Nicht versponnen. Nicht esoterisch aber auch nicht rein naturwissenschaftlich sondern ebenso realitätsnah wie kulturkritisch, zeitgemäß und zuversichtlich – wobei die Liebe nicht als Geschenk sondern speziell die reife Liebesfähigkeit als lebenslange wertvolle Wachstumsherausforderung dargestellt wird.  
Denn allein auf solch bewusstseinsmäßig erwachsener Ebene könnte sich unser natürliches Sehnen nach dauerhaftem Lebensglück erfüllen.

Bei meinen detaillierten Betrachtungen gehe ich den angeborenen menschlichen Lebensmustern im evolutionären Kontext nach, arbeite die generelle Bedeutung von Anziehung und Abtrennung heraus – ohne meine Sicht auf die menschlichen Anziehungskräfte durch ein verklärtes Liebes-”Verständnis” oder eine zu enge Fokussierung auf tradierte Paarbeziehungen einzuschränken.

Ich verstehe die Liebe nicht als über uns schwebend sondern sehe sie als Synonym für die Gesamtheit unserer inneren, uns zu einander ziehenden wie mit einander verbindenden Lebenskräfte, die grundsätzlich zu unseren natürlichen Ausstattungen in Form archaischer Reiz-Reaktionsmuster und Fähigkeiten gehören.

Sehr wichtig ist mir die genaue Unterscheidung von Verliebtheit (Gefühl), Liebe (als Haltung und Fähigkeit) und Beziehungen (verbindliche Verabredungen), um schließlich dem ursprünglichen Sinn von verlässlichen Kooperationen hinsichtlich gemeinsamer Anliegen für nachhaltige Lebensspuren nachzugehen.

Auch wenn ich häufig psychologische, soziologische und kulturelle Gesichtspunkte einbeziehe, bleibt der Blick bei meinen Forschungen in der Regel auf die Natur gerichtet, zu der ich sowohl die uns gemeinsame lebendige Außenwelt wie den jeweils eigenen inneren Lebensraum zähle, zu welchem bei uns allen nicht nur wesentlich gleiche körperliche sondern auch weitgehend übereinstimmende tiefe seelische Ausstattungen gehören, die ursprünglich auf eigenen den Lebenserhalt und die gemeinsame Fortpflanzung zielen.

Die in uns angelegten Wachstums- und Entwicklungsprozesse mit den zu unserer Spezies gehörenden archaisch sozial-fürsorglichen Aufzuchtprinzipien verknüpfend, arbeite ich auf spezielle und erhellende Weise die Charakteristiken kindlicher, pubertärer und erwachsener Liebesaspekten und -fähigkeiten heraus.  
Diese klare Differenzierung zwischen unseren entscheidenden Lebensphasen schätze ich im Kontext von Liebe als sehr wertvoll ein – um schließlich ebenso deutlich die hemmenden Konsequenzen hervorzuheben, zu denen kindliche und pubertäre geistige Festlegungen führen.

Im letzten Teil gehe ich entsprechend ausführlich auf die Herausforderungen tiefer Selbstbefreiung, Selbstfindung und Selbstliebe ein. Ich unterscheide den Lebenswert von „positiven“ und „negativen“ Gefühlen und stelle die elementare Kraft des uns angeborenen JAs zum Leben wie zur Liebe dar. 
Bewusst im Kontakt zu meinen eigenen inneren Lebensmotiven, liegt mir sehr daran, parallel zur Beschreibung von Schwierigkeiten stets bestmöglich auf die großen Liebes- und Lebenschancen zu verweisen, die sich immanent heilsam aus souveränen individuellen Entwicklungsschritten ergeben, welche unter Berücksichtigung des tiefen, uns alle verbindenden menschlichen Sehnens zu stärkender Zuversicht und motivierenden allgemeinen Zukunftsvisionen führen.

Da ich für meine Betrachtungen ausnahmslos eigene Gedanken verwende, deren Schlussfolgerungen sich auf allgemein bekanntes Wissen (nicht explizit auf bestimmte andere Sichtweisen oder speziell umrissene Forschungsergebnisse) beziehen, erübrigen sich Zitate und Verweise – was den Lesefluss ungemein erleichtert.  
Zum besseren Verständnis biete ich außerdem ein umfangreiches Glossar zur besonderen Verwendung und Bedeutung wichtiger Begriffe in den von mir dargestellten Zusammenhängen an.

Dieses Buch macht ein klareres und tieferes lebensnahes Verständnis durch viele neue bereichernde Sichtweisen auf die Liebe möglich.
Bringfried-Johannes Pösger / Jg. 1949 / Philosoph und Künstler