Donnerstag, 29. Juni 2017

Was nach dem eigenen Tode kommt ...


Wir sollten uns als Individuen (wie auch als Art) nicht so wichtig nehmen – 
und über den eigenen Tod hinaus noch weiter-"leben" wollen ...

Die Welt kommt ohne uns aus!

Leben ist ohne Tod unmöglich ...


Ohne dass es Tod gäbe, wäre das Leben auf der Erde längst an sich selbst erstickt... 
In unzähligen Schichten übereinander wären die unteren erdrückt. 
Und der Tod hätte sich so oder so etabliert...
Wirkliches Leben ist ohne Tod unmöglich!

"Schilffahrrad" - Photographic


Zum Thema Sucht ...

Ich meine, dass nichts per se ein Suchtmittel ist. 

Es kommt immer darauf an, welche Haltung ein Mensch dazu einnimmt. 
Wenn er sich auf etwas fixiert, von dem er sich sein Lebensglück (oder tiefste Befriedigung) verspricht, führt alles, worin man so eingeengt das Lebensglück "sucht", zur SUCHT. 
Entscheidend ist auch nicht, dass es stofflichen Charakter hat und/oder man es konsumieren kann. 
In dem Maße, wie man immer mehr davon will (um endlich die vermeintliche Erfüllung darin zu finden) entsteht Sucht, die unausweichlich zu gravierenden Defiziten in anderen Lebensbereichen führt.
Es gibt Arbeitssucht, Beziehungssucht, Sexsucht und gewissermaßen auch Denksucht. 
Echtes Lebensglück basiert auf Erfüllung unseres tiefen Sehnens auf allen Ebenen und setzt voraus, sich umfassend zu spüren, um jeden inneren Mangel und seelische Asymmetrien vermeiden, bzw. schnellst- und bestmöglich ausgleichen zu können.

Sonntag, 18. Juni 2017

22 Schritte für den geistigen Weg voran


1 Weg vom Blick nach oben, egal ob in politischer oder spirituell-religiöser Richtung – hin zu substantieller und kompetenter Selbst- und Mitverantwortung.

2
Weg von der Vergangenheitsverklärung – hin zu einer ebenso klaren wie zuversichtlichen Zukunftsorientierung.

3
Weg von Angst und Retten-Müssen – hin zu achtsamer Gestaltung auf Grundlage der eigenen und gemeinsamen menschlichen Potentiale.

4
Weg von alten und eigenen „Wahrheiten“ – hin zu einem nicht endenden gemeinsamen Streben nach umfassender Erkenntnis, die sich an der uns allen gemeinsamen Realität orientiert – zu der neben äußeren Faktoren auch die jeweils eigene innere Befindlichkeit zählt. 

5
Weg von der negativen Einschätzung des menschlichen Wesens – hin zu einem positiven Menschenbild, welches ein tiefes Zutrauen ins eigene Selbst ermöglicht.

6
Weg von Gehorsam und Moral – hin zu reifer Liebesfähigkeit im  bewussten Kontakt mit den eigenen und uns alle verbindenden gemeinsamen emphatisch-sozialen menschlichen Potentialen.

7
Weg von Anpassung durch Bildung und Erziehung  – hin zu freier Entfaltung und der Lust, ein positives Vorbild zu bieten.

8
Weg von alten Traditionen und bloßer Toleranz – hin zu pro-aktiver konstruktiver Reibung für liebevolle zukunftsträchtige gemeinsame Werte.

9
Weg von der Überhöhung der Kindheit – hin zur Bejahung von menschlicher Reifung einschließlich eines anhaltenden gesellschaftlichen Diskurses darüber, was geistige Reife bedeuten könnte.

10
Weg von der Überbewertung von Unterschieden – hin zu Bewusstheit hinsichtlich der uns verbindenden elementaren Gemeinsamkeiten.

11
Weg von kindlich-egozentrischer geistiger Enge  – hin zu einem weiten Bewusstsein, das sowohl den tiefen Blick nach innen wie auch die Sicht auf globale und kosmische Zusammenhänge vereint.

12
Weg von Rechthaberei – hin zu tiefer Konsensbereitschaft, die eine grundlegende Überprüfung eigener Positionen und eine Zuwachs von geistig-emotionaler Nähe ermöglicht.

13
Weg von der Verklärung von Not und Leid –  hin zur bewussten Orientierung am tiefen Sehnen nach Lebensglück als lebenslangen inneren Wachstumsimpuls.

14
Weg von Genügsamkeit – hin zur Bejahung des eigenen und gemeinsamen tiefen Sehnens nach dem Schönen.

15
Weg vom pubertär-konkurrenten Machtgebaren – hin zu liebevollem Miteinander, das auf tiefer Selbstliebe basiert.

16 Weg von männlicher Dominanz – hin zur Aufwertung der im Lebenssinne wertvolleren weiblich-mütterlichen Aspekte – und der Bewusstheit darüber, dass wir allesamt individuelle Mischformen aus männlichen und weiblichen Aspekten sind.

17 Weg vom Missbrauch von Kindern für eigene Zwecke – hin zur Bewusstheit über den Wert nachhaltiger eigener Lebensspuren. 

18
Weg von Hektik, Aktivismus und Machen – hin zu sensiblem Spüren und achtsamem Reflektieren für nachhaltig wohltuende Entschlüsse.

19 
Weg von reiner Rationalität – hin zur Komplettierung des eigenen Ichs durch die bewusste Integration von körperlichen, seelischen und geistigen Impulsen.

20
Weg von krankem Egoismus – hin zu reifer Liebesfähigkeit, die auf ein wohltuendes gemeinsames Engagement für die Zukunft des Lebens zielt.

21 
Weg von destruktiven Zukunftsbildern – hin zu positiven globalen Visionen.

22 Weg von Lebens-Quantität – hin zu Lebens-Qualität, die sich bei liebevoller gegenseitiger Unterstützung am menschlichen Sehnen nach anhaltendem Lebensglück orientiert.

Freitag, 26. Mai 2017

"Miteinander in Freiheit nah – LIEBE LEBEN LEBENSKUNST" / Inhaltsangabe


In diesem Buch über die Grundlagen der Liebe spüre ich auf geistig neuen Wegen den Chancen für dauerhaftes Lebensglück nach.  

Es stellt einen ersten umfangreichen Auszug aus 40 Jahren intensiven Nachdenkens und Forschens dar – und gehört im weiteren Rahmen zu meinem KONSENSZYKLUS, in dem ich mich sehr tiefgreifend mit den geistigen Voraussetzungen für lebensnahe Erkenntnis, Liebe und Frieden im Sinne eines beglückenden freien nahen Miteinanders beschäftige.


Ich biete kreative Philosophie mit vielen neuen Perspektiven und positiven Orientierungen in ungewohnter, leicht verständlicher und ansprechender Form. Nicht versponnen. Nicht esoterisch aber auch nicht rein naturwissenschaftlich sondern ebenso realitätsnah wie kulturkritisch, zeitgemäß und zuversichtlich – wobei die Liebe nicht als Geschenk sondern speziell die reife Liebesfähigkeit als lebenslange wertvolle Wachstumsherausforderung dargestellt wird.  
Denn allein auf solch bewusstseinsmäßig erwachsener Ebene könnte sich unser natürliches Sehnen nach dauerhaftem Lebensglück erfüllen.


Bei meinen detaillierten Betrachtungen gehe ich den angeborenen menschlichen Lebensmustern im evolutionären Kontext nach, arbeite die generelle Bedeutung von Anziehung und Abtrennung heraus – ohne meine Sicht auf die menschlichen Anziehungskräfte durch ein verklärtes Liebes-”Verständnis” oder eine zu enge Fokussierung auf tradierte Paarbeziehungen einzuschränken.


Ich verstehe die Liebe nicht als über uns schwebend sondern sehe sie als Synonym für die Gesamtheit unserer inneren, uns zu einander ziehenden wie mit einander verbindenden Lebenskräfte, die grundsätzlich zu unseren natürlichen Ausstattungen in Form archaischer Reiz-Reaktionsmuster und Fähigkeiten gehören.


Sehr wichtig ist mir die genaue Unterscheidung von Verliebtheit (Gefühl), Liebe (als Haltung und Fähigkeit) und Beziehungen (verbindliche Verabredungen), um schließlich dem ursprünglichen Sinn von verlässlichen Kooperationen hinsichtlich gemeinsamer Anliegen für nachhaltige Lebensspuren nachzugehen.


Auch wenn ich häufig psychologische, soziologische und kulturelle Gesichtspunkte einbeziehe, bleibt der Blick bei meinen Forschungen in der Regel auf die Natur gerichtet, zu der ich sowohl die uns gemeinsame lebendige Außenwelt wie den jeweils eigenen inneren Lebensraum zähle, zu welchem bei uns allen nicht nur wesentlich gleiche körperliche sondern auch weitgehend übereinstimmende tiefe seelische Ausstattungen gehören, die ursprünglich auf eigenen den Lebenserhalt und die gemeinsame Fortpflanzung zielen.


Die in uns angelegten Wachstums- und Entwicklungsprozesse mit den zu unserer Spezies gehörenden archaisch sozial-fürsorglichen Aufzuchtprinzipien verknüpfend, arbeite ich auf spezielle und erhellende Weise die Charakteristiken kindlicher, pubertärer und erwachsener Liebesaspekten und -fähigkeiten heraus.  
Diese klare Differenzierung zwischen unseren entscheidenden Lebensphasen schätze ich im Kontext von Liebe als sehr wertvoll ein – um schließlich ebenso deutlich die hemmenden Konsequenzen hervorzuheben, zu denen kindliche und pubertäre geistige Festlegungen führen.


Im letzten Teil gehe ich entsprechend ausführlich auf die Herausforderungen tiefer Selbstbefreiung, Selbstfindung und Selbstliebe ein. Ich unterscheide den Lebenswert von „positiven“ und „negativen“ Gefühlen und stelle die elementare Kraft des uns angeborenen JAs zum Leben wie zur Liebe dar. 
Bewusst im Kontakt zu meinen eigenen inneren Lebensmotiven, liegt mir sehr daran, parallel zur Beschreibung von Schwierigkeiten stets bestmöglich auf die großen Liebes- und Lebenschancen zu verweisen, die sich immanent heilsam aus souveränen individuellen Entwicklungsschritten ergeben, welche unter Berücksichtigung des tiefen, uns alle verbindenden menschlichen Sehnens zu stärkender Zuversicht und motivierenden allgemeinen Zukunftsvisionen führen.


Da ich für meine Betrachtungen ausnahmslos eigene Gedanken verwende, deren Schlussfolgerungen sich auf allgemein bekanntes Wissen (nicht explizit auf bestimmte andere Sichtweisen oder speziell umrissene Forschungsergebnisse) beziehen, erübrigen sich Zitate und Verweise – was den Lesefluss ungemein erleichtert.  
Zum besseren Verständnis biete ich außerdem ein umfangreiches Glossar zur besonderen Verwendung und Bedeutung wichtiger Begriffe in den von mir dargestellten Zusammenhängen an.


Ich kann und möchte dieses Buch sehr empfehlen, da sich für den Leser ganz bestimmt ein klareres und tieferes Verständnis mit vielen neuen bereichernden Sichtweisen auf die Liebe ergibt.
Bringfried-Johannes Pösger / Jg. 1949 / Philosoph und Künstler

Donnerstag, 25. Mai 2017

Das Gute im Menschen ...


Wer anderen Menschen Böses unterstellt, will unweigerlich gegen sie kämpfen …
Der daraus resultierende Hass ist dann häufig sogar bei sogenannten „Gutmenschen“ zu spüren.
Doch selbst Terroristen sind nur geistig verwirrte und in diesem Sinne kranke, schlimmstenfalls bereits als Kinder tief verletzte und heftig brutalisierte – aber nicht per se böse Menschen.
Das heißt umgekehrt natürlich nicht, alles, was geschieht, beliebig zu akzeptieren.
Dennoch ist das, was mir nicht gefällt und mir selbst wie anderen möglicherweise sogar schadet, deshalb noch lange nicht „böse“.
Es kann aus Dummheit, Ignoranz oder Unachtsamkeit geschehen, bzw. aus einer dummen Überzeugung, damit Gutes zu tun, entstehen.
Um selbst nicht nur „Gutes“ zu wollen und „Böses“ zu bewirken:
Lediglich die Annahme vom – möglicherweise im Einzelfall nicht ausgelebten – GUTEN im Menschen dient dem Frieden!

"Wow!-Lilie" / #Photographic


Samstag, 20. Mai 2017

Lebensspuren ...


Über den Wert von Lebensspuren

„Es geht fürs Lebensglück … nicht um die Lebensspuren an sich. 
Genauso wenig um deren vermeintliche augenblickliche Größe. 
Es geht um die Qualität der eigenen und gemeinsamen Anliegen – wobei auch hier wiederum für die innere Beglückung lediglich zählt, was dem Leben dient. Im positiven Sinne. Wirklich und grundsätzlich. Vor allem langfristig. Sehr langfristig.

Da wir dies jedoch niemals gänzlich überblicken, ist es tendenziell immer noch am besten, wenn wir uns weiterhin flexibel an unserem Sehnen, den eigenen Gefühlen und an der Liebe als unseren sichersten inneren Lebensmaßstäben orientieren – und die geistigen Fähigkeiten lediglich als erweiternde Korrektive verwenden.
Und dabei ist zusätzlich zu bedenken, dass wertvolle Lebensbeiträge kaum von oben herab und noch weniger mit männlich pubertärer Konkurrenz und Aggressivität gelingen. 
Es bedarf viel mehr der eher weiblich reifen, fürsorglich-weichen Qualitäten der Liebe – sehr nah am Leben. Mit Bodenhaftung, Sanftheit, liebevoller Sensibilität und gutem Gespür nach innen. Von Selbstliebe getragen im bewussten Kontakt zu den lebendigen Prinzipien. Erweitert durch ein tiefes Verständnis von Liebe, das uns nicht etwa hindert sondern zu wohltuenden Beziehungen befähigt.

Selbst wenn die menschliche Lebenspraxis diesbezüglich noch sehr viel zu wünschen übriglässt und bei weitem nicht unserem tiefen Sehnen entspricht, ist dies kein Widerspruch zur Zuversicht in die allgemeine zivilisatorische Entwicklung an sich, die in unserem tiefsten Innern angelegt ist.
Fehlentwicklungen liegen in der Regel an der Entfremdung vom eigenen Wesen, aufgrund der die meisten Menschen in vielen Zusammenhängen ihren Gefühlen und inneren Antrieben bewusstseinsmäßig viel zu wenig folgen können. 
Denn sogar diejenigen, die bestehende politische Zustände vehement beklagen, sind ihrerseits selten in der Lage, wenigstens im nahen Umfeld mit gutem Beispiel zu positiven Entwicklungen beizutragen.

Doch gerade der Ärger über die Lieblosigkeiten in der Welt – und manchmal sogar die eigenen Enttäuschungen über sich selbst – sprechen indirekt dafür, dass wir uns tief innen, von unseren natürlichen Anlagen her, nicht nur einen viel liebevolleren Umgang miteinander ersehnen, sondern auch unsere Beziehungen noch beglückender gestalten möchten. – Das Streben nach menschlichem Fortschritt 
hat mit dem Lebensglück eines jeden wie mit dem von uns allen zu tun. – Deshalb wäre es so wünschenswert, wenn immer mehr Menschen klarer zu ihrem tiefen Sehnen stehen und es zunehmend besser verstehen, um ihm gemeinsam immer sicherer nachzugehen.
 Denn anders als mit sonstigem Vergnügen oder anderen gleichen Interessen können wir, indem wir uns bewusst danach richten, wie wir tief innen sind, weil die Natur uns so will und das Leben uns darin wohlig bestätigen möchte, am ehesten langfristig miteinander glücklich werden.
 Geistig darin einig wie ebenso entschlossen, dass wir uns gemeinsam um wertvolle Beiträge für den Fortschritt der Menschheit bemühen, lassen sich der vorwärtsweisenden inneren Orientierung entsprechend gerade im nahen Zusammenleben die sichersten Voraussetzungen für tief verbindendes Lebensglück kreieren."

Aus dem Kapitel „Ausrichtung“
 
aus "Miteinander in Freiheit nah – LIEBE LEBEN LEBENSKUNST"

Dienstag, 16. Mai 2017

Trilogie / Naturkonzept


#BJP_art #Naturkonzept  / http://www.lebenskunst-atelier.de

Die Harten oder die Zarten?


Wer hat das, was wir tief innen am meisten schätzen, erschaffen (oder entworfen)?
Tiefes Wohlbefinden und "etwas" zum Guten zu bewegen, braucht sehr viel Sensibilität ...
Und die damit verbundene emotionale Intelligenz ist das, was Menschsein von künstlicher Intelligenz wesentlich unterscheidet – und die wahrscheinlich wichtigste Voraussetzung für einen wohltuenden Umgang mit den von uns selbst geschaffenen Potentialen ist ...
Den sensiblen Flexiblen wird im übrigen die Zukunft "gehören" – denn ohne sie wird es womöglich gar keine weitreichende menschliche Zukunft mehr geben ...

LIEBE LEBEN LEBENSKUNST


Freitag, 12. Mai 2017

Selbst und Selbstfindung


…“ was bedeutet dieses „selbst“ überhaupt, wenn es solo als Wort für sich oder in Begriffskombinationen wie Selbstverantwortung und Selbstfindung auftritt? Wenn wir von Selbst-Gesprächen oder Selbst-Erkenntnis reden, es in Selbstfürsorge, Selbsteinschätzung oder Selbstvertrauen verwenden oder mit -annahme, -bild, -kritik, -verständnis und -bewusstsein verknüpfen? Stets vorangesetzt, wobei sich in der Regel positive Bedeutungen ergeben, sofern nicht bereits im Hauptwort wie bei Selbst-Verletzung, Selbsttäuschung oder Selbstbetrug negative Bewertungen stecken. 
 Lediglich bei „selbstgerecht“ rutscht, obwohl es doch nur gut wäre, sich selbst gerecht zu werden, die Deutung der Wortkombination ins Negative, weil es so lange Zeit als schlecht angesehen wurde, wenn Menschen sich nicht nach außen bzw. oben richteten, sondern es wagten, sich ihrerseits „selbstgerecht“ als Maßstab zu nehmen. Denn im Herrschaftssinne hatte niemand das Recht und war demnach keiner berechtigt, sich selbst ein Recht zu kreieren. Doch genau auf diese Selbstermächtigung kommt es für ein selbstverantwortliches Leben an – weshalb „selbst“ wie „ich“ an sich aus alter Sicht „gefährlich“ sind und in manchen Kulturen als Begriffe kaum benutzt, in autoritären Strukturen weiterhin unterdrückt oder beim militärischen Drill zuallererst ausgetrieben werden, während dagegen Selbstbeherrschung und Selbstkontrolle nahezu überall weiterhin als etwas Positives gelten. Wo sind uns persönlich die Worte „ich“ und „selbst“ zuerst begegnet? 
Gewiss waren sie schon in der frühen Kindheit da, als wir anfingen, uns bewusst zu spüren und begannen, von „Ich“ zu reden – um uns „selbst“ damit zu positionieren: „Ich kann das selbst!“ „Ich mache das selbst!“ Und „ich will das selbst“ haben. Später: „ich weiß es selbst“, „entscheide ich selbst“, „bin ich selbst“ und besitze „selbst die Kraft dazu“, um schließlich 
irgendwann „selbst-bewusst“ aufzutreten und – hoffentlich auch tatsächlich – mit souveräner eigener Stärke durchs Leben zu gehen. 
Denn „selbst“ unterstreicht die eigenmächtige und eigenverantwortliche Komponente. Es steht für freie, befreiende und unbeherrschte Wesenszüge. Unbeeinflusst, unverbogen und unbezwungen. Autonom. Kraftvoll. Machtvoll. Fähig. Um allein und ohne äußere Einflüsse genau das zu tun, wozu es zumindest nach eigener Einschätzung keinen Hinweis, keinen Impuls und keinerlei Unterstützung von außerhalb braucht. „Selbst“ steht für das, was einfach ist. Innen. Mit elementarer Präsens und Potenz aus sich heraus. Es gehört zu uns, seit wir geboren wurden, auch wenn wir es anfangs noch nicht aussprechen konnten. „Selbst“, das sind wir, das bin „Ich“ im ureigenen Sinne – bereits bevor ich mich bewusstseinsmäßig damit verbinde.

„Selbst“ beschreibt die elementarste Ebene des eigenen Seins.

Wenn Menschen ihr tiefstes, noch weitgehend unbekanntes Inneres benennen wollen, wird daher häufig auch von „Selbst“ als eigenem Subjekt gesprochen. Das scheint sinnvoll, sofern es nicht etwas Esoterisches oder herkömmlich spirituell, metaphysisch erhöht, nach außen Gerichtetes meint. Hier im Text (Buch) steht das jeweils eigene „Selbst“ für das, was uns im Lebenskontext tiefer und authentischer als „Ich“ oder „Ego“ in unserem Innersten eben „selbst“ ausmacht – und beschreibt. 
 Das tiefe innere „Selbst“ ist somit jene Instanz, die uns als Individuen leben lässt und mit dem Wichtigsten ausstattet, was wir dazu brauchen. Eine Essenz aus Jahrmillionen Leben. Unser evolutionäres Erbe mit all jenen Faktoren, die uns niemand lehren, geben oder nehmen könnte, weil sie von Anfang an zu uns gehören. Tief verankert in uns selbst – weil wir existentiell darauf angewiesen sind. Wie auf den Atemreflex. Den Impuls zu wachsen. Die Fähigkeiten zu tasten, zu schmecken, die Augen zu öffnen, an Zitzen zu saugen, zu verdauen oder ggf. wieder auszuspucken. 
Unwillkürliche Bewertungen wie „angenehm“ und „unangenehm“ zählen ebenfalls mit ihren ursprünglichen Einstufungsschablonen dazu. Reaktionspotentiale wie schreien, greifen und lächeln. Die Unlust, Schmerzen oder Druck zu empfinden. Das Bedürfnis nach Nähe. Die Freude am Wachsen und Bewegen. Die Neugierde. Die Lust am Spielen, Lernen und Imitieren – damit wir uns weiter entfalten, Informationen fähiger koordinieren und schließlich immer mehr Lebenskompetenzen mit einem bewussten „Ich“ ausbilden. Niemand könnte uns all dies von außen beibringen. Das tiefe Selbst ist wie der Stoffwechsel immanent und untrennbar Teil von uns. Der lebendige Kern unseres Seins, der gleichermaßen abgrenzend wie eigen und dennoch verbindend, mit lediglich kleinen individuellen Nuancierungen dem allgemeinen menschlichen Wesen entspricht. Das Selbst ist die Basis. Alles andere, was hinzukommt, baut darauf auf – weil es das Selbst unbedingt dazu braucht. Auch das bewusste Ich ist nicht mit dem eigenen Sein oder „Selbst“ identisch, weil der archaische Lebenskern an sich lange vor der Ausbildung eines Ichbewusstseins entstanden ist. Folglich bin „ich“, wenn „ich“ zurücksehe, im Sinne von „selbst“ nicht meine Geschichte oder das Ergebnis dessen, was „ich“ erlebte. Mein „Selbst“ ist elementarer, steht dahinter oder darüber und hat mich von Anfang an zu jenem Wesen gemacht, welches das bisher Erlebte durchlebte – und dabei seinerseits genoss oder litt…“
Auszug aus "Miteinander in Freiheit nah – LIEBE  LEBEN  LEBENSKUNST"
http://www.lebenskunst-atelier.de/Liebe

Krabbenboot


Selbstfindung und Glauben

…“Immer wenn sich Menschen für tiefere „Selbsterkenntnis “ auf etwas „übersinnlich Höheres“ konzentrieren, kann dies nur zu weiterer Selbstentfremdung und zur Entfernung aus dem realen Leben führen.
….
Denkweisen, die weder dem heutigen Wissensstand über die reale Welt noch der Kenntnis über unser Gehirn und schon gar nicht über unsere natürlichen Lebensmuster entsprechen, vermögen weder auf einen wirklichen Weg zum eigenen tiefsten Innern noch zu geistiger Selbstbefreiung und einem beglückenden Miteinander zu führen.
Nichts jedoch gegen Ruhe.
Nichts gegen Kontemplation…
Ja, ein Mensch braucht Zeit für sich.
Auch Abstand nach außen … um innerlich anzukommen … innezuhalten… zu schweigen … in entspanntem Verweilen … jenseits von Muss … spürend … atmend … wahrnehmend … sich selbst reflektierend ….
All das ist sehr gut und zwischendurch immer wieder wichtig. 
Gleichfalls außerordentlich sinnvoll und richtig, in kritische Distanz zu den eigenen kulturellen Prägungen zu gehen.
Doch warum sofort freiwillig wieder andere, teilweise noch ältere religiöse Dogmen übernehmen und sich dann hörig wie eh und je deren äußeren Vorgaben hin-geben? Solch Selbstunterwerfung hätte und hat rein gar nichts mit tiefer Selbstfindung zu tun!
Als ob überhaupt „nichts wollen“ und „nichts denken“ Lösungen für ein selbst-bewusstes, eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben sein könnten…
Es lässt sich auch kein vorwärts weisender Sinn darin entdecken, den eigenen Kopf für Momente gedanklich zu entleeren, um ihn gleich danach wieder entweder mit eigenem alten geistigen Müll oder noch älteren „neuen“ Glaubenssätzen zu füllen – die im tradierten Herrschaftssinne nichts anderes als ebenso alte Anweisungen sind, sich kindlich einer höheren Ordnung hinzugeben, statt das eigene Leben selbstbewusst in die Hand zu nehmen. 
Gehorchend. Glaubend. Vertrauend. Fleißig übend, arbeitend, betend, antrainierten kindlichen Mustern folgend, gehen Menschen statt voran immer wieder wesentliche Schritte hinter den gesunden pubertären Impuls zur Selbstfindung zurück”…

aus
"Miteinander in Freiheit nah" LIEBE LEBEN LEBENSKUNST

Montag, 8. Mai 2017

Miteinander in Freiheit nah – Aus dem Kapitel “Freiheit” ...

“Für das Entstehen von Liebesgefühlen ist der menschliche Verstand natürlich – erst einmal – überhaupt nicht wichtig. 
Zumindest anfangs ist es auch weitgehend egal, womit wir die Liebesimpulse gedanklich verknüpfen. Denn die Liebe ist nicht vom Geist erdacht oder gemacht. Sie ist nicht abhängig von unserem Denken und braucht dessen bewusste Orientierung auf die Zukunft hin nicht. Ihre Anziehungskräfte sind eh vorhanden – sonst wären wir allesamt nicht entstanden. Und sie wirken, auch ohne dass wir sie begreifen, in uns selbst fort.
- Kein Mensch muss die Liebe verstehen, um Liebesgefühle zu spüren.-
Liebe geschieht …. selbstverständlich … … als archaisches Lebensmuster mit immanentem Zukunftsimpuls, der sich seinerseits evolutionsgeschichtlich lange vor dem Denken und einer von geistigen Normen geprägten Zivilisation entwickelt und etabliert hat. Deshalb reichen die anziehenden und verbindenden Kräfte menschlicher Liebe schon von Natur aus weit über die Paarung hinaus, da bei uns wie bei sehr vielen anderen Tieren zu erfolgreichen Zukunftsbeiträgen im Sinne von Fortpflanzung wesentlich mehr als nur die Zeugung durch die Vereinigung zweier Gene gehört. 
Es liegt lediglich am kulturell geprägten Denken, in dem die männliche Perspektive sehr lange Zeit dominierte und dadurch die Konzentration aufs Sexuelle bis heute großen Einfluss auf das gesellschaftliche Bild von Liebe besitzt, wenn Fortpflanzung weitgehend mit körperlicher Paarung gleichgesetzt wird. 
Die immens hohe Bedeutung liebevoller Fürsorge mit ihren weiblich-mütterlichen Aspekten ist infolgedessen bewusstseinsmäßig in den Hintergrund geraten, obwohl in ihnen ein noch weit größeres energetisches Potential steckt. Und es sind gerade diese sehr kraftvollen, weil längerfristig verbindenden Impulse der Liebe, die bei allen Lebewesen, bei denen hegende Pflege geschieht, eine verlässliche Grundlage für die Kooperation von erwachsenen Wesen bieten und vor allem für den Nachwuchs den überragenden Stellenwert besitzen.
Allein schon die Bedrohung der eigenen Kinder kann beispielsweise weit heftigere Reaktionen als sexuelles Begehren auslösen, welches während der anfangs sehr engen inneren Verbindung zu den Kleinen auf Seiten der Mütter sowieso nicht hormonell gefördert, sondern umgekehrt eher abgeblockt wird.
Die meisten Aspekte der Liebe sind uns von Geburt an vorgegeben. Die natürlichen Impulse und Fähigkeiten zur Gründung von stabilen Lebensgemeinschaften, um die Nachkommen anfangs bestmöglich zu schützen, gehören unbedingt zur Liebe dazu. Unser lebenslanges Lernen, um die Kinder später mit immer mehr eigenem Wissen für ihr Leben optimal zu fördern, ja alle wohlwollenden Schritte, die ein stärkendes Miteinander unterstützen, können wir, indem wir über die gewohnten pubertären Denkweisen hinaussehen, mit zu unseren angeborenen Liebesmustern zählen.
Sich selbst vertreten und sich anbieten, andere Menschen mit ihren Interessen wahrnehmen, mit ihnen empfinden, sie wertschätzen, aber auch sich selbst anerkannt und bestätigt fühlen, all das gehört nicht minder wie sexuelle Lust natürlicherweise zu den anziehenden Kräften der Liebe dazu, ohne dass wir irgendwelche gesellschaftlichen Vorgaben in Form festgelegter Normen und Werte hierfür bräuchten.
Genauso wenig wie Sex an sich durchs Denken entstand, könnten wir mit Verstand erlernen, kleine Kinder mit ihren runden Köpfchen von tief innen heraus niedlich zu empfinden, sie in ihrer Hilfsbedürftigkeit zu lieben und uns von jedem Lächeln unwillkürlich angezogen zu fühlen.
All das ist bereits von Natur aus viel elementarer als kulturelle Prägungen in uns verankert, weshalb mitunter sogar junge Lebewesen anderer Arten in uns ähnliche Gefühlsregungen und eigene Zuwendungsimpulse auslösen.
Gleichfalls könnte und bräuchte uns daher niemand den inneren Antrieb von außen beibringen, anderen Menschen in ihrer Not freiwillig Unterstützung zu bieten. Auch dieser Impuls ist uns angeboren – selbst wenn viele dies nicht glauben, weil wir alle ihm aufgrund eigener Überforderungen oder wegen manch unsinniger Ängste und Gedanken oftmals nicht folgen.
Wie alle wesentlichen Lebensimpulse sind uns die meisten Reiz-Reaktions-Muster für menschliche Kooperationen von Anfang an grundsätzlich mitgegeben, obwohl sie in den einzelnen Individuen mit durchaus unterschiedlicher Intensität ausgeprägt werden.
Doch selbst im Falle dessen, dass alle Menschen die gleiche innere Reaktion verspüren, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie nun alle genauso handeln müssten. Einen Impuls wahrzunehmen, heißt eben nicht, ihm unbedingt folgen und etwas Bestimmtes tun zu müssen bzw. gar nichts anderes mehr zu dürfen. 
Von Natur aus besteht, um es nochmals hervorzuheben, keinerlei Muss. Es gibt weder Gebote noch Verbote. Lediglich Anreiz und Abwehr, etwas zu tun oder anderes zu unterlassen. Immer und überall sind Handlungsspielräume gegeben. Und so existiert auch kein Zwang, das, was wir uns tief innen ersehnen, tatsächlich erreichen zu müssen. Denn ohne Freiräume, ohne Verhaltensflexibilität und ohne entsprechende Frustrationstoleranz könnten wir nicht leben und das Leben insgesamt nicht funktionieren.
Ohne Spielraum ist kein Leben möglich.
Sogar die angebliche Zwanghaftigkeit von sogenannten Trieben scheint beim näheren Hinsehen weit hergeholt und sehr übertrieben. Stets kann instinktiv noch abgewogen werden, weil als Verhaltensspielraum zumindest immer weglaufen oder sich verstecken, entweder dieser Haken oder jener noch zu schlagen bleibt. 
In freier Natur wird selbst ein männlicher Bär, der über lange Zeit -zig Kilometer auf der Suche nach einer zur Paarung bereiten Bärin durch die Wälder streift, letztlich wohl oder übel akzeptieren, wenn diese ihn wenigstens für den Moment nicht will. Er wartet entweder geduldig oder trollt von dannen, wenn unverhofft ein deutlich stärkerer Konkurrent auftaucht. 
Denn auch Kämpfe unter Artgenossen finden nicht zwangsläufig sondern immer nur unter der Voraussetzung statt, dass jeder der Kontrahenten irgendwelche Siegeschancen und diese vorher für sich selbst instinktiv abgewogen hat.
Die mit dem „Muss“ verbundene vermeintliche Alternativlosigkeit ist von Menschen für Menschen erdacht. Ein Mythos meines Erachtens. Vom Geist erfunden, damit wir Befehlen widerspruchslos gehorchen und in dessen Folge Untertanen oft sogar gegenüber sich selbst innerlich sehr eng und zwanghaft wurden.
Das Leben an sich ist frei und mit ihm auch die Liebe ein zwangloser Impuls. Sie braucht Spielraum nach außen wie innen, um überhaupt spürbar zu werden und mindestens genauso viel Freiheit, um sich weiter zu entfalten und wirksam zu werden.
Menschen möchten sich ganz natürlich für das engagieren, was sie lieben. 
Klar gibt es wie bei allen anderen Tieren auch bei uns innere Schablonen, nach denen wir uns auf einander zu bewegen. Kein Mensch ist natürlicherweise darauf aus, sich zwecks Paarung mit einem Stein, Grashalm oder einer Blüte sexuell zu verbinden. Auch tierische Wesen wie Fische, Spinnen, Frösche, Schlangen, Schweine und selbst Affen können unseren angeborenen Paarungsmustern nicht genügen. 
Menschliche Liebesimpulse sind ursprünglich auf andere Menschen und selbstverständlich speziell auf das jeweils andere Geschlecht geeicht, selbst wenn die individuellen Feinjustierungen aus vielfältigen Gründen mitunter so stark variieren, dass wie nicht selten auch auf gleichgeschlechtliche Partner zielen.
Kraft unserer Gedanken und Vorstellungen sind wir sehr viel freier als andere lebendigen Individuen und können, vom direkten geschlechtlichen Impuls einmal abgesehen, unsere positiven Gefühle und unser Sehnen im weiteren Zusammenhang auf unterschiedlichste Lebewesen und Gegenstände, letztlich aufs gesamte Universum ausdehnen.
In Folge dessen lassen sich bei uns Menschen sehr viele Formen gewissermaßen „abgespeckter“ Liebe finden, die sich lediglich auf einzelne ihrer verbindenden Aspekte, etwa ausschließlich oder gerade eben nicht auf sexuelles Miteinander konzentrieren.
Liebe zu den Kindern und Eltern beispielsweise, zur Verwandtschaft und dem Klan im weiteren Sinne, zu Freunden, Kollegen, ja zu allem, was wir sonst noch mögen, einschließlich Gott, Religion, Musik, Kunst, Literatur, Tradition, Volk, Vaterland oder zu anderen Tieren – also zu allem, womit wir uns im Positiven verbunden fühlen und anhand von Gemeinsamkeiten miteinander Anziehung und innere Bereicherung spüren.”
http://www.lebenskunst-atelier.de/Liebe                                        ein Buch fürs Leben

Freitag, 21. April 2017

Mittwoch, 29. März 2017

Frühlingsgruß




Es ist warm. 
Die Sonne scheint. 
Kastanienknospen springen auf, Blumen blühen, 
Vögel zwitschern, Bienen summen, Schmetterlinge fliegen ...
Geh raus! Genieß den Frühling ...